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Erstaunlich, wie ausdrucksstark und vielfältig die meist leichten, schaumigen und samtigen Saucen des gebürtigen Griechen Constantinos Kuruklidis sind! Köstlich auch die täglich selbstgebackenen Brote, ob das mit Kartoffeln aufgepeppte und mit Ingwer und Curry gewürzte, das Gemüsebrot mit Früchten und getrockneten Tomaten oder das dunkle Olivenbrot. Dazu gibt es Pesto aus mehreren Kräutern (u.a. Basilikum, Lauch, Rucola), Aïoli mit Dijon-Senf und Curry sowie das schon legendäre hausgemachte Zitronengrasöl (aus Olivenöl, Zitronengras, Pernod, Waldhonig, rotem Meersalz und Pfeffer) - die Versuchung ist groß, von diesen Leckereien viel zu viel zu essen.

Denn es gibt ja noch weiße Tomatenmousse mit Flusskrebsen und gebratenen Jacobsmuscheln auf Erbsenpüree (sehr sehenswert im Glas serviert), Törtchen von der Taubenbrust auf getrüffeltem Kohlrabigemüse mit beeindruckendem Taubenjus oder die originellerweise mit Kaisergranat gefüllte Kalbsroulade auf einem schmackhaften Durcheinander von Lauchgemüse und Pilzen. Und als Hauptgang Bäckchen: vom Ochsen auf Couscous oder vom Spanferkel in einer dezent mit Valrhona-Schokolade angereicherten Schmorsauce mit Ochsenschwanz-Ravioli (reichlich groß und ziemlich harter Teig).

Apropos groß: Der gute Costa neigt zu gutgemeinten Übertreibungen und überfrachtet meist die Teller, die auf die kleinen blanken, hübsch dekorierten, aber auch recht eng gestellten Tische kommen. Doch das stört nicht, wenn der Service unter der Regie von Yvonne Hermann so herzlich wie hier ist. Die angenehm überschaubare, weitgehend mediterran ausgerichtete Weinkarte passt zum schmucken Bistrorestaurant.













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