Der kulinarische Autodidakt "Costa" Kuruklidis stellt hohe Ansprüche an sich und ist um stete Verbesserung bemüht. Zuletzt lockerte er sein Bistro-Restaurant, in dem die Tische und Stühle zum Teil extrem eng standen, kräftig auf. Im vorderen Bereich des schmalen, sehr langgezogenen Raumes stehen nun hohe Tische und Stühle sowie ein schöner großer Holztisch, der zu lockerem Verweilen einlädt, um die Bistro-Köstlichkeiten aus Costas Küche zu kosten: Bruscetta mit Sardinen, bissfeste Linguine mit Shii take-Pilzen, Saltimbocca von saftiger Maispoularde mit Kräutergnocchi...
Der hintere Bereich, der mit einem schicken Vorhang dezent abgetrennt ist, wurde mit wenigen recht edel eingedeckten Tischen zum kleinen eleganten Restaurant aufgemöbelt. Hier bietet er seine beliebten Klassiker. Die zarten würzigen geschmorten Ochsenbäckchen sind ein Must, der Kaninchenrücken im exzellenten Mandelsud und der Milchkalbsnacken mit einem Potpourri von leicht knackigen frischen Pilzen sind stets eine Bank.
Stets eine Freude sind die selbst gebackenen Brote, aufgepept mit Oliven, Tomaten, Möhren oder auch Schafskäse, und die dazu gereichten Dips wie Kräuterpesto und hausgemachtes Zitronengrasöl sowie die kreativen Küchengrüße à la fluffiger Pickert, bestrichen mit würzigem Tomatenkompott, oder andalusischer Gazpacho mit Kabeljau.
Das kleine Serviceteam, angeführt von Costas Lebensgefährtin Yvonne Hermann, ist immer in der Nähe des Gastes und scheint dessen Wünsche zu erahnen. Es lohnt sich, den primär mediterranen Weinempfehlungen zu folgen. Erfreulich die vielen Offenen.